Information statt Deformation: Ein Plädoyer für sinn-vollen Medienkonsum

 

Information ist notwendig und gut. Die Chance informiert zu sein ein Privileg. Unsere allgemeinen Medieninformationen sind leider häufig eher verantwortungslos und destruktiv und ich bin mir ganz sicher: Das geht auch anders!

 

 

 

 

Für und wider von Information - warum ich oft verzichte

 

Vor Kurzem ist es mal wieder passiert: Ich habe einen grossen Skandal verpasst. Und das obwohl er doch über alle Medienkanäle lautstark in die Welt hinausposaunt wurde, wie mich eine sichtlich über meine Uninformiertheit schockierte Kollegin aufklärte. Ich könne doch wohl in einem fortschrittlichen Land in dem "man" auf soziale und politische Debatten Wert legt nicht so uninformiert durch die Gegend laufen.

 

Tatsächlich stimmt es, dass viele der aktuellen Geschehnisse der allgemeinen Medienlandschaft an mir vorüberziehen.

 

Denn wer bestimmt diese Auswahl eigentlich? Wer hat das Recht für uns alle zu filtern, was wir wissen sollten und was nicht?

 

Damit Ihr, die Ihr bis hierhin gelesen habt mich richtig versteht: Ich finde Information, auch politische, grundsätzlich etwas Wertvolles und Wichtiges und bin der Meinung, dass wir die Misstände dieser Welt kennen sollten, um daraus konstruktive Impulse für Veränderung zu schöpfen. Ich bin aber gegen ein kritikloses Konsumieren von Negativität, weil der meckernde Zeigefinger auf "die Politik" ein wunderbares Ablenkungsmanöver für die eigene (und gemeinschaftliche) Verantwortung ist.

 

In den vergangenen Monaten bin ich durch meine Arbeit (im direkten Dialog im Fundraising für eine grosse NGO) hunderten von Menschen auf der Strasse und in Einkaufszentren begegnet. Aus allen Schichten, sämtlichen Kulturkreisen und mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten. Die meisten davon waren, den Gesprächen zu entnehmen, über das aktuelle Weltgeschehen gut informiert - mit ganz unterschiedlichen Folgen für die eigene Weltsicht und Handlungsfähigkeit.

 

 

 

 

Keine Ausreden mehr - unsere Chance aktiv zu werden

 

Die positive Konsequenz vieler Menschen (und das war sehr erfreulicherweise die deutliche Mehrzahl) haben ihr Wissen als Antriebskraft genutzt, um selbst aktiv zu werden. Mit wunderbaren eigenen Projekten, mit ehrenamtlicher Hilfe, mit einem offenen Herzen und sehr viel Menschlichkeit. Und das waren nicht nur Menschen, die es sich nach allgemeinem Ermessen "leisten" können, sondern Menschen aller Altersgruppen, Gesunde und Kranke, Reiche und Ärmere, aber  vor allem auch viele Menschen, die selbst vor Krieg und Armut aus ihrem Land flüchten mussten und trotz ihrem Erlebten (oder gerade deshalb) genug Kraft und Grösse haben, sich für eine sinnvollere Welt einzusetzen.

 

Diese Menschen hatten alle eines gemeinsam. Sie haben entschieden, mit der Lösung von Problemen nicht auf politische Entscheidungen zu warten, die niemals eintreffen werden und beschlossen, dass alle negativen Informationen die sie aufnehmen weniger wichtig sind als das eigene Lebensumfeld und die eigene Handlungsfähigkeit. Wertvolle Lebenszeit hat für diese Menschen den echten Wert lebensförderndes zu erschaffen, statt einfach nur unverdauliche Nachrichten zu schlucken von denen man irgendwann zwangsweise chronische Übelkeit bekommt.

 

 

Die Negativseite:  die weit verbreitete "Kopf in den Sand" Mentalität

 

Der andere Anteil der informierten Bevölkerung weiss sich mit seiner Resigniertheit gut zu rechtfertigen und beruft sich auf die allgemein aussichtslose politische Weltlage. Im Sinne von: aufgeklärt, intelligent, hoffnungslos, ganz nach dem Motto "Opfer statt Schöpfer". Wer Bequemlichkeit statt Verantwortung wählt, findet in den Tagesnachrichten ausreichend Bestätigung dafür.

 

Und obwohl ich finde, dass für diese stumpfsinnige Ansicht jeder selbst verantwortlich ist - mal ganz ehrlich:

 

JEDER, der täglich eine Bilderflut von Krieg, Leid und Ohnmacht konsumiert, hat gute Chancen dass ihn irgendwann ein Gefühl von Resignation und Hilflosigkeit ergreift. Und das sogar bei Menschen die eigentlich ein reiches Leben in einem friedlichen Land leben und über alle Massen glücklich sein müssten. Durch den Massenkonsum von Horror erschaffen wir Horrorvorstellungen von dieser Welt in unserem Inneren, durch die wir unsere eigene friedliche und so oft schöne Realität nicht nur verpassen, sondern auch noch unwillentlich negativ beeinflussen.

 

 

Was wir oft vergessen - Bilderkonsum erschafft Realität

 

Die Medienschaffenden wissen in der Regel (hoffentlich!) sehr genau, wie und warum Bilder auf unser Unterbewusstsein wirken - viele von uns wissen es jedoch nicht. Und leider gibt es noch immer kein Unterrichtsfach das Realitätsgestaltung heisst. Mehr als 90% unserer Lebens- Denk- und Entscheidungsprozesse werden vom Unterbewusstsein gesteuert und beeinflusst. Das denkt und speichert in Bildern, wie wir alle aus Träumen und Erinnerungen wissen. Es gibt allerdings in unserem Unterbewusstsein keine Unterscheidung zwischen realen und fiktiven Bildern, weil eben in letzter Konsequenz für unsere Psyche beides gleichermassen real ist.

 

In-form-ation formt uns: Lässt du dich noch formen oder formst du schon?

 

Ich bin immer wieder verwundert darüber, dass viele Menschen nicht darüber nachdenken, was sie sich über ihre Augen und Ohren zuführen- und welche Auswirkungen das auf ihr Leben hat. Genauso wie über unsere Nahrung nehmen wir auch über unsere restlichen Sinneskanäle Informationen auf, die uns formen. Entweder gesund und lebensförderlich oder krankhaft und lebensfeindlich. 

 

Ich wünsche mir eine Medienlandschaft, die uns zu lebensbejahenden, mitfühlenden und konstruktiven Menschen formt - zu handlungsfähigen Individuen, die sich gerne entfalten und gemeinsam Lösungswege kreieren. Und uns allen wünsche ich, dass wir auch bei Informationen zwischen Fast Food und wertvoller Nahrung unterscheiden lernen.

 

Viel mehr als spirituelle Praxis: Meditation gestaltet und verändert Realität

 

Das Wichtigste jedoch für mich an der ganzen Thematik: Seit einigen Jahren weiss die Wissenschaft sehr genau von der enormen Wirkung von Meditation auf das Leben des Einzelnen und des Kollektivs - warum wird uns das immernoch weitflächig vorenthalten, wo es doch eine so überaus positive Wirkung auf unser Zusammenleben hätte?!

 

Solange das noch so ist fangen wir, anstatt zu jammern, wie immer am besten sofort bei uns selbst an.

 

Innere Bilder haben die Macht Wirklichkeit zu kreieren, also stellt euch vor:

 

* dass ab sofort jede Nachrichtensendung und Tagesschau mit einer gemeinsamen Friedensmeditation abschliesst

* alle Medienberichte mit einem "call to action" verbunden sind - im Sinne von: genug geredet, was ist dein

   Beitrag?

* "Good News" first! Die Berichterstattung wirklich Verantwortung für ihr Tun übernimmt und sofort damit

    aufhört uns gute Nachrichten vorzuenthalten.

 

Was würde wohl passieren - nach ein paar Tagen, Wochen, Monaten? Was glaubst du?

Ich glaube: Es würde sich vieles, sehr schnell und sehr gravierend zum Positiven verändern!

 

Und Ich und Du?

was passiert wenn:

 

* wir die täglich verwendete Zeit für Information in gleichem oder grösserem Masse aufwenden für Meditation

   (alleine und in Gruppen) und damit Bilder von einer Welt in unserem Inneren entstehen lassen, die wir uns

   wünschen und die uns damit für unseren Alltag stärken?

 

Nicht manchmal, nicht einmal pro Monat oder Woche, sondern jeden Tag...

 

Natürlich habe auch ich keine Ahnung, was passiert wenn...Und doch bin ich davon überzeugt, dass die Wirkung enorm sein kann und dass es sich immer lohnt, neue Möglichkeiten auszuprobieren.

 

 

 

 

* eine sehr spannende Seite für detaillierte Informationen zur Meditationsforschung: Global Union of Scientists for Peace.    

   https://www.gusp.org/ 

 

                          

Bildnachweis: http://www.broganlist.com/finding-peace-messed-world/aufgerufen am 2.4.2018

 

 

 

 

Meine weiteren Blogartikel findest du unter www.live-the-change.com